Schauspiel | Musical | Oper & Aktion

Diese Aktion ist Beendet.

Es wird mal wieder Zeit für eine neue Aktion. Darum möchte ich Dich dazu ermutigen mich auch mal ins Theater einzuladen. Aber mehr dazu ganz am Ende meiner Ausschweifungen. Wenn Du also keine Zeit oder Lust hast alles zu lesen, dann einfach bis ganz nach unten scrollen für die Details 😉

Wie ihr vielleicht während meiner Adventsaktion schon mitbekommen habt habe ich einen Faible fürs Theater. Sei es das Schauspiel, Musicals oder die Oper – man verbringt immer einen ganz besonderen Abend. Denn Theater zeigt Bandbreite, Theater zeigt Emotionen und Theater bietet eine Show. Theater kann auch mal Konventionen brechen und neue Sichtweisen eröffnen. Auf der anderen Seite kann Theater aber auch einfach mal nur unterhalten. Es mixen sich verschiedene Genres und verschiedene Stile. So gibt es Tanztheater, Sprechtheater, klassische Opern, moderne Opern und ernste, spektakuläre, sentimentale oder gefühlvolle Musicals.

Diesen Monat habe ich es zweimal ins Schauspiel geschafft und konnte schöne Abende mit guten Freunden verleben. Einmal ging es sogar Backstage… Aber mehr dazu später.

Was ich diesen Monat gesehen habe…

Ich war in Goethes Faust und in Herz der Finsternis – einer Adaption des gleichnamigen Romans von Joseph Conrad. Beide Stücke werden nur noch im Juni gezeigt, deswegen lohnt es sich vermutlich nicht eine umschweifende Kritik zu schreiben. Aber ein paar Worte möchte ich doch über meine beiden Theaterabende verlieren.

Lasst mich mit dem ersten Stück anfangen, das ich diesen Monat gesehen habe – Faust. Im Schauspiel Bonn dreht es sich hierbei alles – wie kann es auch anders sein – um den Mephisto, welcher gleich von drei Schauspielern verkörpert wurde. Ein paar relativierende Worte vorweg: Schauspiel kann viel wagen, aber auch viel verlieren. Die drei Mephistos haben mir außerordentlich gut gefallen. Die verschiedenen Facetten des Mephisto, deren Darstellung mir – die sich das letzte Mal in der Schule richtig mit Goethe beschäftigen musste – das Stück auf jeden Fall um einiges verständlicher gemacht hat, fand ich sehr geschickt. Und eine tragisch, romantische Liebesgeschichte zwischen Grete und Heinrich wurde in dem Stück auch wunderbar porträtiert. Leider war der Rest eher ein bisschen wirr. Wirre Projektionen und die inszenierte unästhetische Darstellung nackter Körper. Das hätte ich mir manchmal ein bisschen lustvoller gewünscht. Aber die Mephistos – alle drei – haben durch ihre Freude am Spiel den Abend für mich gerettet. Und das Theater hat mich an diesem Abend – vielleicht sogar weil es mir nicht so wunderbar gefallen hat – auch zum Nachdenken gebracht: Was wollte das Stück erzählen und warum wurde es gerade so inszeniert. Und das hat mir Goethes Faust auf jeden Fall näher bringen können. Alles in allem also trotz der Schwächen ein lohnenswerter Ausflug ins Theater.

Danach wurde ich spontan von einem Freund zu Herz der Finsternis eingeladen. Joseph Conrad ist mir zwar ein Begriff, aber richtig einordnen konnte ich den Roman nicht. Also habe ich mir schnell ein paar Vorabinfos geben lassen und dann ging es auf ins Theater. Herz der Finsternis ist ein autobiographisch angehauchter Roman, in dem Conrad seine Zeit auf dem Kongo aufarbeitet und sich mit der aufwühlenden und tragischen Geschichte dieser Region auseinandersetzt. Das Hauptthema in Conrads Roman: Die Kolonialisierung. Nach dem Stück wurde mir empfohlen mir Apocalypse Now anzusehen, um einen besseren Einblick zu bekommen. Das habe ich dann auch getan und war begeistert, wie der Roman fürs Theater bearbeitet wurde. Denn es ging um so viel mehr als nur die Kolonialisierung der Region. Das Stück gibt noch tiefere Einblicke in die menschlichen Abgründe und trifft genau da wo es weh tut. Die Stimmung wechselte zwischen durchgedreht, verrückt, bedrohlich und schierem Wahnsinn. Projektionen, mit tiefen Bässen und dissonanten Tönen untermalt, zeigen die Ausbeutung der Region: Wilderei und Massenmord an der indigenen Bevölkerung. Der Mensch will immer mehr, aber nie reicht es. Das Glück, welches er in der Ausbeutung findet ist allenfalls temporär und mündet zwangsläufig in einen Abgrund des Wahnsinns und der Verzweiflung. Ein mitreißender Abend, der gekonnt und schmerzhaft mit einer düsteren Epoche unserer Geschichte umgeht!

Da mein Bekannter das Ensemble ein wenig kennt ging es danach Backstage… und wen durfte ich da treffen?! Zwei der drei Seiten des Mephisto, denen ich direkt meine Bewunderung für ihre Arbeit ausdrücken konnte.

Aber warum schreibe ich das Ganze? Ich schreibe das hier, um den aufmerksamen Leser und Gentleman zu ermutigen, mich auch mal ins Theater, die Oper oder ins Musical einzuladen, da es für mich jedes Mal eine große Freude ist.

Aus diesem Grund gibt es im Juli und August auch eine neue Aktion: Für einen traumhaften Abend im Theater |in der Oper | im Musical und eine lustvolle Nacht. Wenn Du mich einlädst gibt es 15 Stunden (1.500 €) zum Preis von 12 Stunden. (1.300 €). Kulturprogramm und Erotik vereint. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit!

Liebe Grüße,

Mia

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