Mata Hari: Eine sinnli­che Muse des orien­ta­li­schen Tanzes

von Mia | 16/12/2021 | STARKE FRAUEN

Unver­ges­sene Leidenschaftlichkeit

Es gibt viele Frauen, die mich inspi­rie­ren und anregen. Sei es durch ihren Mut, ihre Kreati­vi­tät oder ihre Sinnlich­keit. Sie alle sind zeitlose Musen, durch die ich immer wieder neue Seiten an mir entde­cke und lieben lerne. 

Eine dieser Frauen ist Mata Hari. Im Malai­ischen bedeu­tet ihr Künst­ler­name Auge des Tages bezie­hungs­weise Sonne. Ein passen­der Name, wie ich finde, denn ihre Geschichte strahlt bis in die heutige Zeit hinein. Als sinnli­che Tänze­rin, eksta­ti­sche Verfüh­re­rin und eventu­elle Doppel­spio­nin hinter­lässt sie einen unver­gess­li­chen Mythos, den ich euch etwas näher bringen möchte.

Taucht mit mir ein in das Paris des 19. Jahrhunderts

Es ist die Zeit der belle Époque (1884–1914), der kultu­rel­len Blüte und indus­tri­el­len Revolu­tion. Nach Ende des Deutsch-Franzö­si­schen Krieges ist das Pariser Nacht­le­ben geprägt von der Lust nach exklu­si­ven Genüs­sen und eroti­schen Abenteu­ern. Kaum eine Person – weder Mann noch Frau – kann dem prickeln­den Knistern und den sinnli­chen Verspre­chun­gen der Abend­luft wider­ste­hen. Die Menschen sind neugie­rig und offen. Vor allem der Reiz des Unbekann­ten, des Exoti­schen lockt in viele Lokale. 

Es ist die Zeit, in der sich Mata Hari mit ihren innova­ti­ven, kunst­voll orien­ta­li­schen Tänzen verwirklicht.

Geboren 1876 in den Nieder­lan­den, zieht sie bereits als Kind viele mit ihrem indone­si­schen Ausse­hen in ihren Bann. Faszi­niert von den orien­ta­li­schen Wurzeln, die sie von ihrer Mutter geerbt hat, hüllt sie sich später in einen Mythos, den sie auf den Pariser Bühnen aufle­ben lässt. So gilt sie fortan als Tochter eines indischen Herrschers aus Java, der sie zu Ehren der Götter in die eksta­ti­schen Tempel­tänze unter­rich­ten lässt. Seither verzau­bert sie – einer Sirene gleich – jeden mit ihren Tänzen.

Wenn Mata Hari die Bühne betritt, verstum­men alle Gesprä­che. Nur noch das Rascheln ihrer bunten Seiden­tü­cher und mit Münzen kunst­voll bestick­ten Schleier sind zu hören. Ruhig, aber bestim­mend, tritt sie mit schwin­gen­den Hüften ins Schein­wer­fer­licht. Heraus­for­dernd blicken ihre dunklen Augen in das Publi­kum. Ihre vollen Lippen umspielt dabei ein kaum merkli­ches Lächeln. Für einen kurzen Moment herrscht qualvolle Stille, bevor eine Melodie – wie aus Tausend und einer Nacht – ertönt. Mit sanften Bewegun­gen beginnt sich Mata Hari zum Takt der Musik zu bewegen. Sinnlich umspie­len die trans­pa­ren­ten Stoffe ihre Brüste und Hüften – geben Einbli­cke auf ihre nackte, dunkle Haut. Immer schnel­ler werden ihre Bewegun­gen. Immer fordern­der ihr Spiel aus kreisen­den Hüften, wippen­den Brüsten und locken­den, tanzen­den Armen. 

Die Luft ist erfüllt von Spannung und Begeh­ren. In den Augen der Zuschauer blitzen Bewun­de­rung, Erstau­nen und Faszi­na­tion auf. So manch einer muss seine Fliege lockern, wenn Mata Hari in orien­ta­li­scher Ekstase immer mehr Schleier fallen lässt. Einem heißblü­ti­gen Gebet gleich, windet sich ihr Körper sowohl auffor­dernd als auch flehend­lich zum Takt der Musik. Und zwar so lange, bis am Ende nur noch funkelnde Edelsteine ihre weibli­chen Kurven zieren und mit dem Reiz des Verbor­ge­nen spielen…

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Dass sich hinter diesem Sexsym­bol ihrer Zeit jedoch noch ein anderes Schick­sal verbirgt, bleibt lange verbor­gen. So ist Mata Hari im echten Leben eine geschie­dene Frau und zweifa­che Mutter, die nicht nur ein totes Kind zu betrau­ern hat, sondern letzt­lich zur Doppel­spio­nen wird. Galt sie bisher als exoti­sche Künst­le­rin, die sowohl franzö­si­sche, als auch deutsche Bewun­de­rer mit ihren Schlei­er­tän­zen verzau­bert, flieht sie zu Beginn des Ersten Weltkrie­ges in ihre nieder­län­di­sche Heimat zurück. Vorbei ist das sorgen­freie Luxus­le­ben, welches von zahlrei­chen Liebschaf­ten erfüllt ist. Um der Armut zu entkom­men, lässt sie sich auf ein gefähr­li­ches Spiel ein. 

Durch ihre Affären mit hochran­gi­gen Militär­an­hän­gern und Adligen wird sie als Doppel­agen­tin engagiert. So soll sie fortan ihre eroti­schen Reize nutzen, um sowohl für die Franzo­sen, als auch die Deutschen im jeweils anderen Land zu spionie­ren. Ein gefähr­li­ches Unter­fan­gen, das ihr letzt­lich zum Verhäng­nis wird: Als Verrä­te­rin entlarvt, wird Mata Hari 1917 in Frank­reich in einem Wald Nahe Paris von einem Erschie­ßungs­kom­mando exeku­tiert. Doch statt sich wie allge­mein üblich ihre Augen verbin­den zu lassen, behält sie bis zum Schluss ihren Mut und ihre Aufsässigkeit.

„Ich werde den Solda­ten ins Auge blicken. Ich bin stolz auf meine Vergan­gen­heit, und ich war nie eine Spionin, aber ich war Mata Hari!“ 

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