Vanessa Eden – Warum Männer 2000€ für eine Nacht bezahlen

von Mia | 18/05/2020 | BETTGEFLÜSTER

Escort aus Leidenschaft

Es war an der Zeit…

Endlich ein erfolg­rei­ches Buch, welches ehrli­che Einbli­cke in eine geheim­nis­volle Branche bietet. 2013 kam Vanessa Edens Erstlings­werk raus. Sie ermög­licht ihren Lesern in eine ungeschminkte Wahrheit einzu­tau­chen… und diese Wahrheit muss sich nicht hinter Verschö­ni­gun­gen und Schminke verste­cken. Ja – es handelt sich um eine verruchte Welt… aber ob „verrucht“ das treffendste Wort ist…?

Für mich – und auch für Vanessa Eden – ist es das nicht. Es ist die Erfül­lung von Fanta­sien, das Spiel mit der Erotik und dem Einfluss auf eben diese Männer, die sich ein Abenteuer mit einer Escor­t­dame leisten können und wollen. Aus diesem Grund finde ich die Sicht auf die Branche von innen heraus beson­ders wichtig.

»2.000 Euro für eine Nacht?« fragen sich vermut­lich viele… »Aber Sex geht doch auch schon wesent­lich günsti­ger!« Aber genau darum geht es. Die Männer bezah­len nicht einfach für Sex, sie bezah­len für eine starke, eroti­sche und intel­li­gente Frau, die sich ihrer nicht schämt und sich wohlfühlt in ihrer Haut und mit ihrem Beruf.

»Escort sein aus Spaß an Erotik und dem Reiz, den der Job mit sich bringt; Vergnü­gen an dem prickeln­den Gefühl vor jedem neuen Treffen, der Sinnlich­keit und der Erfül­lung auch der eigenen sexuel­len Fanta­sien – das alles gibt es wirklich.«

Für mich gibt es das wirklich. Genau wie für viele andere Escor­t­da­men auch.

Escort sein aus Leiden­schaft – für viele unvorstellbar.

Für mich ein Teil meines Lebens. Wenn ich also über Escort schreibe, so schreibe ich auch über einen Teil von mir, vor dem ich mich nicht verste­cke und den ich auch nicht verste­cken muss. Und hier sehe ich in Vanessa Eden eine Gleichgesinnte.

Ich möchte heute diesen Artikel verfas­sen, weil ich das Bedürf­nis verspüre mit Vorur­tei­len aufzu­räu­men, meine eigene Sicht auf diese eroti­sche Arbeit zu teilen und um Vanessa Edens Buch allen Inter­es­sier­ten zu empfeh­len. All jenen, die Vorur­teile haben… All jenen, die mehr über die Branche wissen wollen und allen Inter­es­sier­ten, die sich bis jetzt nicht getraut haben eine Escor­t­dame zu buchen, weil sie nicht wissen, was auf sie zukom­men wird.

Denn es gibt sie, ebendiese Frauen, die diesen Beruf – oder vielmehr diese Berufung – gewählt haben. Ihn gewählt haben aus freien Stücken und aus Liebe zur Erotik.

Warum schreibe ich »Berufung«? Damit will ich nicht sagen, dass mein Schick­sal diesen Weg für mich gewählt hat. Vielmehr geht es mir darum, dass ich die Voraus­set­zun­gen mitbringe, diese beson­dere eroti­sche Ausstrah­lung, die sich nicht oft finden lässt und die viele beson­ders an mir schät­zen. Hierbei rede ich nicht von meinem Körper oder vom Sex an sich. Denn es braucht mehr als nur einen schönen, gepfleg­ten, weibli­chen Körper, um eine erfolg­rei­che Escor­t­lady zu sein.

Mit und gegen den Wind

»Die Tätig­keit als Escor­t­dame hat mein Leben unglaub­lich bereichert.«

Solche Worte stoßen bei vielen immer noch auf Unver­ständ­nis, denn neben den positi­ven Aspek­ten der Arbeit sieht man sich im Escor­t­ser­vice immer noch mit vielen Klischees konfron­tiert. Die Frauen in der Escor­t­bran­che werden als Opfer gesehen, sie werden bemit­lei­det. Andere sehen Sie als Nympho­ma­nin­nen, bei denen etwas nicht stimmen kann und deren Motiva­tion nicht nachvoll­zieh­bar ist. Diese Position lehne ich ganz deutlich ab.

»Es kann keine freiwil­lige Prosti­tu­tion geben. Sie ist immer durch finan­zi­elle Nöte motiviert.« 

»Escor­t­da­men dürfen zu nichts nein sagen und müssen sich von jedem anfas­sen lassen.« 

»Sie müssen sich für den Job überwin­den und von Männern ernied­ri­gen lassen«

Das alles entspricht nicht der Reali­tät und ganz sicher entspricht es nicht meinen persön­li­chen Erfah­run­gen und meiner eigenen Motivation.

Aber wie entste­hen solche Klischees?

Ich sehe diese Klischees darin begrün­det, dass sich leider immer noch viele Frauen von gesell­schaft­li­chen Normen in ihrer Sexua­li­tät einge­schränkt fühlen. Eben diese Normen lassen es nicht zu, dass Frauen ihre Sexua­li­tät mit wechseln­den Partnern ausle­ben. Eine Frau die den Weg als Escort frei wählt und ihre sexuel­len Wünsche auf diesem Weg frei auslebt – das ist für viele immer noch schwer zu verstehen.

Auch ich habe diese Erfah­run­gen gemacht. Ich war lange Zeit mit Verständ­nis­lo­sig­keit konfron­tiert und bekam das Gefühl, dass ich über meine Arbeit besser nicht reden sollte. Ich erlebte üble Nachre­den, Vorur­teile und Argwohn. Ich wurde auf ein Podest gehoben und mit verständ­nis­lo­sen Augen angestarrt, weil ich tue was mir Spaß macht. Ich habe mittler­weile genug Selbst­be­wusst­sein um sagen zu können, dass ich eine intel­li­gente, selbst­be­stimmte, junge und attrak­tive Frau bin… und trotz­dem – oder gerade deshalb – bin ich eine Escortlady.

Weil ich die im Escort meine persön­li­che Erfül­lung finde und meine Arbeit ein wichti­ger Teil meines Lebens ist.

Mein Beruf gibt mir die Möglich­keit meine Sexua­li­tät auszu­le­ben, meine intimen Wünsche zu erfül­len und mich auszu­le­ben. Er bietet mir die Abwechs­lung die ich brauche.

Auch wenn sich dies viele nicht vorstel­len können… Ich genieße meine Arbeit, die Aufmerk­sam­keit, das Begeh­ren und begehrt werden, die Leiden­schaft und vor allem die mitein­an­der geteilte Intimität.

Mein Beruf bringt vieles mit sich, was sich vermut­lich fast jeder Mensch in seinem Leben wünscht.

Vanessa Eden und viele andere Escor­t­da­men sind gebil­dete und selbst­be­wusste Frauen. Bei ihr aber begeis­tert mich beson­ders, dass sie so offen über das Thema redet und ganz klar sagt: Ich prosti­tu­iere mich und schäme mich kein bisschen dafür. Nein, ich genieße es sogar! Darum muss man mich nicht bemit­lei­den. Ganz im Gegen­teil. Ich liebe die Erotik, ich liebe die Hotels und die Restau­rants, bin gerne mal Dame und gerne mal Luder. Aber vor allem bin ich eine Frau, die ihre Leiden­schaft auslebt.

»Eine Motiva­tion vieler Damen, in den Escor­t­ser­vice einzu­stei­gen, ist das Ausbre­chen aus dem Alltag und die sexuelle Abwechs­lung. Mal weg sein von all den gesell­schaft­li­chen Wertvor­stel­lun­gen und sich hinein­stür­zen in ein verpön­tes Abenteuer. Ein bisschen Luder sein, unanstän­dig und verrucht. Dabei Abenteuer, Lust und Neugierde ausle­ben, die schöns­ten Hotels und Plätze entde­cken, neue Menschen kennen lernen und inter­es­sante Gesprä­che führen, das alles berei­chert das Leben dieser Frauen.«

Mit diesem Zitat möchte ich mein Plädoyer beenden, denn besser könnte ich die Motive für meinen Einstieg in den Escor­t­ser­vice nicht beschreiben.

Mit Küssen,

Mia